Dienstag, 3. Februar 2015

Gemütlich...

Wenn morgens auf der Autobahn Streusalzschmier auf der Windschutzscheibe klebt, wächst das befürfnis nach gemütlichen Klamotten. Was bei mir Strumpfhose, Kleidchen, Stiefel und wahlweise Strick- oder Sweatjacke bedeutet. Liebe!! 
Gemütlich...


Montag, 2. Februar 2015

Yin & Yang

Hilft es mir, wenn ich die guten und blöden Sachen aufliste um ein bisschen klarer im Kopf zu sein?
Das Leben besteht aus beidem, und Ausgewogenheit ist wichtig. Vielleicht ist es auch gar nicht schlimm, dass nicht immer alles gut ist. Yin und Yang halt. Eine liebe Freundin von mir sagt immer, dass das Gute und Schlechte gemacht ist um daraus zu lernen. Ich weiss noch nicht genau was der Sinn und Zweck des Lernweges ist, aber ich kann das so annehmen und vielleicht akzeptieren, dass manche Dinge uns auferlegte Prüfungen sind um daran zu wachsen. Ja, vielleicht ist das auch eine Ausrede um irgendwie zu entschuldigen, dass es manchmal einfach scheisse läuft und man oft genug auch selber Schuld ist. Klingt irgendwie nach: Ich seh da noch was Positives drin - aber damit bin ich möglicherweise wieder auf dem Weg zu mir selber... Denn alles wird gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es nicht das Ende.




Gute Sachen:
  • Ein wundervolles vorletztes Wochenende gehabt, mit einer netten Begleitung auf einer guten Party gewesen, die Nacht war atemberaubend gut, der Sonntag trotz Partymüdigkeit auch sehr liebevoll und schön (kann ich das nicht öfter haben?)
  • Viel gearbeitet, viel geschafft - stressig aber erfolgreich
  • Nette Telefonate mit Lieblingsfreundinnen
  • Viel geschlafen
  • Blumen gekauft
  • Ein Regal aus alten Holzkisten gebaut, die Bücher unter meinem Bett brauchten dringend einen adäquaten Aufenthaltsort
  • Gut gegessen, das heisst: gesund und ausgewogen - Chia-Samen können tatsächlich was
  • Im Schnee durch den Wald gerannt und frische Luft geschnappt
  • Ein Bücherregal für meine Kochbücher in der Küche installiert
  • Ein schönes Trödelwochenende gehabt (siehe Bilder) und den Abend auf der Couch verbracht, Rotwein getrunken
  • Beschlossen, dass es übernächstes Wochenende nach Hamburg geht - die Frau muss raus, ich brauche Wasser, Wind, Sonne und anderen Input!





Blöde Sachen:
  • Ein Seminar gehabt, das mir emotional extrem nah gegangen ist und mich kurzfristig total aus dem Rennen geschmissen hat
  • Durchhänger: Viel Schlaf, aber kein Gefühl von Erholung, Rückenschmerzen, Lustlosigkeit, Himmelhochjauchzend vs. Zutodebetrübt
  • Streit mit einem wichtigen liebgehabten Menschen vom Zaun gebrochen, obwohl ich eigentlich Geduld beweisen sollte und wollte. Das läuft mir immer noch hinterher, weil nichts geklärt ist. Reden ist da super schwer... Aber vielleicht muss man Menschen, denen man nichts wert zu sein scheint, auch einfach gehen lassen? Ich bin da in einer dicken, fetten Zwickmühle...
  • Kein Yoga gemacht, obwohl mein Rücken danach schreit, weil ich zu faul bin, den Atelierboden aufzuräumen
  • Chaos! überall!
  • Motten im Kleiderschrank und ein Loch im Lieblingskleid



Sonntag, 1. Februar 2015

Flohmarkt. Oder: Wie laut darf man eigentlich sagen, dass es einem nicht gut geht?

Wenn etwas, das einen im Normalfall in pure Verzückung versetzen würde, es plötzlich nicht mehr tut, ist etwas seltsam. Dieses Wochenende schloss meine Lieblingströdelhalle ihre Pforten endgültig. Die Gelegenheit für Schnäppchen und eigentlich ein Grund zur Vorfreude (natürlich nicht nur, denn die Halle ist ja nun dicht...) auf einen wundervolles Trödelwochenende, das meine Spülmaschine mit neuem alten Porzellan und meine Wände mit neuen alten Bildern füllen sollte. Klar, das ist auch passiert. Aber irgendwie.... irgendwie kann ich mich nicht so richtig freuen. 



Schon seit Wochen trage ich eine seltsam melancholische Trübsalsstimmung durch die Gegend. Meine Mitmenschen haben mehr oder weniger damit zu kämpfen, die einen sagen: "Hey, alles wird gut!", die anderen... und der besondere andere sagt "Joa, machste nix, gute Besserung, meld Dich wenn Du gesund bist. Ich versteh Dein Problem nicht." 

Und eigentlich habe ich ja auch gar kein Problem. Toller Job, tolle Freunde, tolle Familie, ein Tattootermin in allernächster Zukunft, eine Burlesque-Tanzkurs in einer Woche. Menschen, die sich für mich interessieren und mir Gutes wollen. Aber das hilft nicht. Warum ziehen mich Dinge, die mich sonst kalt lassen würden so runter? Warum ist das starke Tolle in meinem Leben plötzlich schwächer als das Negative? Warum lassen mich Dinge, die mich sonst in höchste Quietsch-Laune versetzen völlig kalt? Wo ist meine Kreativität hin? Und meine Geduld?

Wo ist die gut gelaunte, starke, positiv denkende, durch nichts aus der Ruhe zu bringende Susanne hin, und wer ist das Häufchen Elend, das immerzu in Tränen ausbrechen könnte? Ich mein, das ist doch total bescheuert. Leicht reizbar, traurig, unsicher und ungeduldig.... wer will so jemanden schon haben? Aber abstellen lässt sich das nicht so einfach. Meine Mitmenschen brauchen gerade sehr viel Nachsicht mit mir. Und was hilft es, sich ständig zu entschuldigen, wenn das die Umgebung nur noch mehr nervt? Weil Du nicht mehr einschätzen kannst ob Du der große Stressfaktor der anderen bist. Weil Du nicht in der Lage bist zu beurteilen, wie anstrengend Du gerade bist. Ob Du anstrengend bist. Du willst ja auch niemandem auf die Nerven fallen... Wie laut darf man guten Gewissens sagen, dass es einem schlecht geht und man dringend ein bisschen Hilfe braucht. Und was darf man dann erwarten? Darf man was erwarten?

Ich brauche Sonne und Wärme... und eine Leiter aus dem dämlichen Loch, in dem ich gerade fest hänge.